Musikverein Bottmingen

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 Marschmusik
 
Marschmusik, muss das sein?
Nimmt ein Dirigent das Wort «Marschmusik» in den Mund, so ist die Antwort der Musikanten entweder ein jämmerliches Gestöhn oder einfaches «muss das sein?».

Die Abneigung zur Marschmusik ist daher begreiflich, weil sie bis anhin zu wenig geübt und ausser an kantonalen oder eidgenössischen Musikfesten fast nie öffentlich aufgeführt wurde. Es ist bekannt, dass viele ein ungutes Gefühl haben, wenn sie etwas tun müssen, was sie nicht richtig beherrschen.

Daher haben wir uns vorgenommen, dieses Jahr die Marschmusik besser zu üben und auch mehrmals öffentlich aufzuführen, so zum Beispiel am Banntag, am kantonalen Musiktag, abholen der Turner bei der Rückkehr von ihrem Eidgenössischen, bei der Umrahmung des ökumenischen Gottesdienstes, etc.

Bevor ich Euch ein Konzept vorstellen werde, hier noch einige grundsätzliche Gedanken zur Marschmusik: Aufgrund der verschiedenen Elemente (Ausgerichtete Aufstellung, im Gleichschritt marschieren, einheitliches Tragen der Instrumente, auf Kommando das Hochnehmen der Instrumente und dann, quasi als Höhepunkt, auch noch schön zu spielen) wird die Marschmusik eng mit dem Militär verbunden. Obwohl dies vielleicht gewisse Leute nicht gerne hören, prägt das militärische Element die Marschmusik und ist da auch nicht wegzudenken. Marschmusik wird in einer Formation gespielt und immer wenn eine Gruppe zusammen was tut, braucht es gewisse Spielregeln, die von jedem eingehalten werden müssen.

Es ist logisch, dass zur Marschmusik ein Marsch gespielt wird und der Schritt diesem (nicht umgekehrt) angepasst werden muss. Dabei ist es am Anfang sicher schwierig, sich auf das Musizieren und das gleichzeitige Marschieren zu konzentrieren.

Für den Zuschauer ist rassige Marschmusik sicher ein toller Augen- und Ohrenschmaus und sie geben ihrer Freude darüber (hoffentlich) mit Applaus den entsprechenden Ausdruck. Die Freude der Zuschauer wird sicher die Ausführenden beflügeln und anspornen, obwohl das Musizieren und Marschieren im Schritt ein grosser «Chrampf» ist. Bei allen Musikfesten erfreuen sich die Marschmusik-Konkurrenten einer grossen Beliebtheit und haben den grössten Besucheraufmarsch.

Also warum nicht einmal etwas für unsere Fan-Gemeinde tun (Eltern, Grosseltern, Freundinnen, Freund, Frau, Mann etc.)? Vielleicht gewinnen wir auch noch ein paar neue Fans dazu.